Don-Bosco-Schule

Gesundheitswoche 2014


Zum zweiten Mal stand für die ganze Don-Bosco-Schule eine Woche lang nur ein Thema auf dem Stundenplan: Gesundheit! Was aber alles zu einem gesunden Leben dazu gehört, dass konnten die 216 Schülerinnen und Schüler hautnah erfahren: Sie lernten viel über ihren eigenen Körper kennen: Sie waren erstaunt, was sich alles so in einem Ohr befindet oder warum es unserem Herzen schlecht geht, wenn wir rauchen oder häufig zu fettige Lebensmittel essen. Aber auch die Knochen, die Haut, die Ohren und vieles andere mehr wurden erkundet. Und nicht nur das: Zum gesunden Leben gehört auch Bewegung, Sport und Entspannung. Auch dazu konnten die Kinder in ihren Projektgruppen Erfahrungen sammeln. Als letztes - und besonders beliebt - „erschmeckten“ die 6- bis 10-Jährigen, dass gesundes Essen auch gut schmecken kann. Alle Projektthemen wurden besonders anschaulich in vielen Aktionen und Ausflügen. So wurden die Muskeln in der physiotherapeutischen Abteilung, die Ohren in der pädaudiologischen oder das Herz in der kardiologischen Abteilung des Katholischen Klinikums St. Elisabeth erkundet. Die Feuerwehr der Stadt Bochum kam, um in erster Hilfe kundig zu machen. Mit Hilfe der AOK-Küche und einer Ernährungsberaterin wurde eifrig gekocht und eine Yoga-Lehrerin half den Schülerinnen und Schülern, sich zu entspannen. Was Kinder auf diesem Weg lernen können, überraschte nicht nur die Lehrer und Lehrerinnen, sondern auch die medizinischen Experten. Um das „gesunde Programm“ abzurunden, begann und endete der Schultag mit verschiedenen Sporteinheiten. Am letzten Tag ging es dann in das Zelttheater der AOK nach Herne und als Abschluss- und Höhepunkt wurde das Projekt mit einem gemeinsamen Tanz aller Kinder und LehrerInnen auf dem Schulhof beendet.

Projekte der Klassen 1 und 2

„ Muskelspiele“ Körpererfahrung (Knochen und Muskeln)


Die Gruppe "Muskelspiele" der Jahrgänge 1/2 hat sich intensiv und durchaus schweißtreibend mit den einzelnen Muskelgruppen beschäftigt und verschiedene Übungen an Stationen durchgeführt. Hier wurde die Muskelkraft sichtbar und fühlbar erlebt.

Neben dem praktischen Teil hat sich die Gruppe auch mit spannenden Fragen beschäftigt.

Wie viele Muskeln brauche ich um zu lächeln?

Wie viele Knochen hat ein erwachsener Mensch?

Warum haben Babys mehr Knochen und was passiert mit ihnen?

Am zweiten Tag stand ein Ausflug zur Bochumer Kinderklinik auf dem Plan. Hier konnten die Kinder Experten an ihrem Arbeitsplatz erleben. Eine Ärztin und Physiotherapeuten beantworteten kindgerecht und anschaulich kleine und große Fragen zum Thema Körper.

Gesund und fit

Die Gruppe "Gesund und fit" aus den Jahrgängen I und II beschäftigte sich zweimal zwei Tage lang mit dem Thema "Zutaten in unseren Lebensmitteln". Im ersten Teil stellte Frau Twarkowski, eine Oecotrophologin, die sehr kindgerechte und anschauliche Ernährungspyramide vor. Danach ermittelten die Kinder in Kleingruppen durch eifriges Lesen von Zutatenlisten, Wiegen und Rechnen die Anteile von Fett und Zucker in verschiedenen Fertigmüslis, Fruchtjoghurts, Getränken und Keksen und verdeutlichten ihre Ergebnisse mit abgewogenen Zuckerwürfeln.
Im zweiten Teil kauften die Kinder in Gruppen die Zutaten für ihre
Salate, Joghurtspeisen, Brotaufstriche und Obst- und Gemüsespieße ein.
Nach deren Zubereitung und Verspeisen erhielt jedes Kind ein eigenes
kleines Kochbuch.
Für die Schülerinnen und Schüler war die praktische Beschäftigung mit
den Lebensmitteln, die sie aus ihrem täglichen Umfeld kennen, eine
spannende und greifbare Aufgabe.

Das Ohr


Zu Beginn haben die Schülerinnen und Schüler eine „Hörlandkarte“ erstellt. Dabei war es die Aufgabe, dass jeder die Geräusche auf einer Karte einzeichnete, die er/sie aus unterschiedlichen Richtungen wahrnehmen konnte. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler in mehreren Experimenten mit Hilfe einer Stimmgabel, eines Dosentelefons und weiteren „Geräuscherzeugern“ das Hören unterschiedlicher Geräusche ausprobieren. Schallwellen wurden dabei sichtbar gemacht, sodass die auditive Wahrnehmung „sichtbar“ wurde. Wie das Hören funktioniert, erfuhren die Schülerinnen und Schüler anhand eines Modells auf anschauliche Weise. Beim Besuch in der Pädaudiologie und im Cochlea-Implantat Zentrum konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Wissen überzeugen und dieses durch Nachfragen vertiefen. Auf spielerische und kindgerechte Weise haben wir dort vieles entdeckt. Hinhörspiele und eine Bastelaktion rundeten die Projekttage ab und bereiteten allen großen Spaß. Der Schutz der Ohren war bei allen Aktionen ein wesentlicher Aspekt.

Das Auge


Wie fühlt es sich an, wenn man blind über den Schulhof läuft? Das konnten wir in einem Selbstversuch während der Projekttage herausfinden. Als wir anschließend noch „blind“ frühstückten, fiel so manche Flasche um. Dies waren zwei von vielen Experimenten, mit denen wir die Funktionen des Auges untersuchten. Wir stellten dabei auch fest, dass nicht alles so ist wie es auf den ersten Blick scheint: Optische Täuschungen, 3D-Bilder oder Rot-Grün-Darstellungen sorgten für verblüffende Eindrücke. Wir lernten außerdem, wie das Auge aufgebaut ist und was es alles kann. Als Experte besuchte uns der erfahrene Augenarzt Dr. Lucius, der uns an einem Modell erklären konnte, wie die verschiedenen Elemente des Auges funktionieren. Nach unseren Experimenten interessierte uns besonders, wie blinde Menschen ihren Alltag meistern. Mit Prickelnadel und Papier schrieben wir in Brailleschrift Nachrichten für den Nachbarn, die dieser dann entziffern musste. Am Ende der zwei Tage hatten wir viel über das Leben von Blinden gelernt und erfahren, dass nicht alles so ist wie es scheint.

„Ganzkörperverpackung“ - Unsere Haut

Beim Thema „Haut“ haben sich die Kinder mit dem Aufbau der Haut und all ihren Funktionen beschäftigt.

In einem kurzen Film erfuhren sie, dass wir mit unserer Haut schwitzen, frieren, fühlen und tasten können und dass sie ein wichtiger Schutz für unseren Körper ist.

Deshalb muss die Haut auch geschützt werden. Die Kinder lernten verschiedene Schutzhandschuhe kennen und vor allem das richtige Eincremen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen.

Experimente, Tastspiele, das richtige Aufkleben eines Pflasters wurden durchgeführt und erlernt.

Spaß machte der Barfußpfad, die Suche nach schönen Steinen im Sand und das Erstellen von eigenen Fühlbildern.

Projekte der Klassen 3 und 4

Pflaster - Notruf - Bienenstich "Erste Hilfe kann jeder!"

Dass auch schon Kinder bei kleinen und größeren Notfällen richtig helfen können, darüber waren sich alle Teilnehmer der „Ersten-Hilfe-Gruppe“ einig. So wurde am ersten Projekttag eifrig „Theorie“ gelernt. Wie setze ich einen Notruf ab? Warum muss man bei einem Hundebiss unbedingt zum Arzt? Was tun bei einem Sonnenstich? Was ist wichtig, wenn beim Eisschlecken gleich eine Wespe mit verschluckt wird? In kleinen Rollenspielen übten die Kinder an verschiedenen Stationen das richtige Verhalten im Notfall. Am zweiten Projekttag konnten dann alle ihr neues Wissen unter Beweis stellen. Uwe und Christina von der Feuerwehr Bochum besuchten die Projektgruppe und staunten nicht schlecht, was die Teilnehmer inzwischen alles gelernt hatten. Im praktischen Teil wurden dann unter ihrer fachkundigen Anleitung „übelste“ Verletzungen, die zuvor mit reichlich Theaterschminke entstanden waren, „verarztet". Auch die Besichtigung des Rettungswagens der Feuerwehr war für viele Kinder ein besonderes Erlebnis.

Iss dich fit ...


... – hieß unser Projekt. An einem Tag haben wir erfahren, warum Obst und Gemüse so wichtig bei unserer Ernährung sind und auch noch einen leckeren Bananenshake gemixt. An dem anderen Tag haben wir ein 5-Gänge –Menu zubereitet: Möhrensuppe – Gemüsesticks mit Kräuterdip – Bruschetta - Nudeln mit Tomaten-Paprika Soße und zum Nachtisch Beereneis. Immer 2 Kinder waren für einen Gang verantwortlich: schälen, schneiden, kochen, überbacken, mixen, abschmecken – alles haben wir selber gemacht.
Und dann durften wir unser Menu endlich essen: Lecker!!!

 Nur keinen Stress! Yoga, Gehirngymnastik, Fantasiereisen
                            – so bleibst du entspannt

Stress ist eine Alarmreaktion des Körpers auf zu viele Belastungen, und zu viel Stress macht krank! Das war den Kindern aus der Yogagruppe schnell klar.  „Schule, Jeki, Betreuung, Sportverein – manche Tage sind einfach stressig!“, berichteten die Kinder der 3. Und 4. Klassen. Und darum ging es in der Gesundheitswoche in dieser Gruppe um alles, was Menschen entspannen und beruhigen kann. Bei einer Fantasiereise ins Gehirn, den Übungen der Lerngymnastik, beim Musikmalen, einer Yogastunde und bei der Progressiven Muskelentspannung hat es geklappt – die Mädchen und Jungen der Don-Bosco-Schule genossen die Ruhe und Auszeit! Am Schluss waren sich alle einig: „Nach einer kurzen Entspannung ist man wieder frisch und erholt. Davon wollen wir mehr!“

Dein Körper in Bewegung


In der Gruppe „Dein Körper in Bewegung“ der Jahrgangsstufen 3 und 4 beschäftigten wir uns mit den Knochen, Muskeln und Gelenken des menschlichen Körpers. Wie viele Knochen hat das menschliche Skelett? Wozu benötigen wir unsere Muskeln? Wie funktionieren die Gelenke?

Am jeweils ersten Tag der Projektgruppe konnten die Kinder im Rahmen einer Stationsarbeit ihr Grundwissen zum Thema erarbeiten, bevor sie am zweiten Tag die physiotherapeutische Abteilung des St. Elisabeth – Krankenhauses besuchten. Dort hatten alle die Gelegenheit, die Arbeit eines Physiotherapeuten kennenzulernen und durch Spiele zur eigenen Körperwahrnehmung die Bedeutung der Tiefensensibilität v.a. bei Heilungsprozessen zu erfahren.

Jeder war interessiert und engagiert. Es hat einfach viel Spaß gemacht!

Das Herz – Motor deines Lebens

Zum Themenfeld "Herz" haben die Kinder der 3. und 4. Schuljahre zunächst ihr Wissen zusammengetragen und dann überlegt, was sie näher erforschen möchten.
Wie genau sieht das Herz aus? Was macht es ein Leben lang? Wie kann überprüft werden, ob es ihm gut geht? Was kann ich tun, damit es immer gut arbeiten kann?
An echten Herzmodellen und Herzklappen aus dem Krankenhaus konnten die Kinder zunächst alle Teile des Herzens sehen und gemeinsam wurde über deren Funktion gesprochen. Natürlich durfte auch jedes Kind ein Modell in die Hand nehmen und näher betrachten.
In einem kleinen Film wurde dann der gesamte Blutkreislauf dargestellt. Hier erkannten die Kinder, wieviel Arbeit das Herz leisten muss und wie schlau das gesamte System funktioniert.
Besonders spannend wurde es, als die Kinder ihr eigenes Herz, was natürlich nicht sichtbar ist, über den Pulsschlag gefühlt und mit dem Stethoskop gehört haben.

Am zweiten Forschertag zum Thema "Herz" besuchten wir Herrn Prof. Dr. Hanefeld in der kardiologischen Abteilung des Katholischen Klinikums St. Elisabeth.
Hier erfuhren die Kinder dann noch richtiges Expertenwissen. Zum Beispiel, dass Mediziner den Puls mit einem Pulsoximeter messen, um gleichzeitig auch den Sauerstoffgehalt im Blut zu bestimmen. Alle staunten, als sie hörten, dass im Herzen, wie auch im Gehirn, Strom fließt.

Aber der absolute Höhepunkt des Tages war, dass die Kinder im Herzultraschall ihr eigenes Herz sehen konnten oder im EKG die Stromwellen ihres Herzens bei der Arbeit sichtbar gemacht wurden.
Alle waren sich nach diesen Tagen einig, dass ein so kostbares Organ wie das Herz, welches ein Leben lang so fleißig arbeitet, um den gesamten Körper zu versorgen, besonders geschützt und unterstützt werden sollte. Viel Bewegung, keine Zigaretten und wenig fettes Essen, so haben es die Kinder in der Projektwoche gelernt, helfen vor allem auch dabei, dass das Herz als Motor des Lebens lange und gut funktioniert.